RedNet at Abbey Road Institute

05/06/2017

Abbey Road Institute RedNet Case Study: Abbey Road Institute, Frankfurt.


Stell dir vor, du betreibst das berühmteste Tonstudio der Welt. Jeden Tag melden sich aufstrebende junge Menschen bei dir, in der Hoffnung, einen Ausbildungsplatz als Toningenieur zu ergattern. Aber eine solche Position in einem führenden Studio zu ergattern, ist ein seltener Glücksfall.
Die Abbey Road Studios wurden 1931 von der 'Gramophone Company', dem Vorläufer der EMI gegründet. Sie waren Schauplatz einiger der berühmtesten Aufnahmen der Welt, von Edward Elgar über die Beatles bis zu Pink Floyd und darüber hinaus.

Im Jahr 2015 entschied man sich, der großen Nachfrage nach Ausbildungsplätzen auf neue Art und Weise zu begegnen und eröffnete das Abbey Road Institute. An derzeit acht, über die ganze Welt verteilten Niederlassungen bietet das Abbey Road Institute für volljährige Studenten Teilzeitkurse und einen 12-monatigen Intensivstudiengang mit dem Abschluss „Advanced Diploma in Music Production and Sound Engineering“ an.
Der Lehrplan bietet eine einzigartige, von spezialisierten Pädagogen entwickelte, Mischung aus theoretischen und praktischen Lernmodulen mit den Schwerpunkten Tontechnik, Musik und Business. Darüber hinaus profitiert der Studiengang von Abbey Roads jahrelanger Erfahrung mit der Ausbildung seiner Tonassistenten, die oftmals eine erfolgreiche Karriere als Toningenieur oder Produzent aufbauen konnten.

Selbstverständlich sind Abbey Roads' acht Niederlassungen nach dem neuesten Stand der Technik eingerichtet und Focusrites netzwerkfähige RedNet-Audiointerfaces – mit ihrer zukunftsweisenden Audio-over-IP-Technologie über das Dante-Protokoll – sind ein zentrales Element dieser Ausstattung. Wir sprachen mit Ulrich Schiller, der – zusammen mit dem Münchener Studioakustiker Jochen Veith – die beiden deutschen Niederlassungen plante und ARI Frankfurt heute als Manager führt, über die Rolle, die RedNet in ihren Einrichtungen spielt.
Das Abbey Road Institute in Frankfurt verfügt über vier Aufnahmeräume und vier Regien. Alle Studiocomputer sind identisch mit Pro Tools, Logic und Ableton Live ausgestattet. Die kleinste Regie befindet sich in Studio 4, einer Edit-/MIDI-Suite mit Macintosh-Rechner, Monitoren und Keyboards. Studio 3 enthält einen 32-kanaligen, sowohl in Stereo- als auch Surround-Konfiguration nutzbaren Avid S6 DAW-Controller, sowie B&W und PMC Monitore. Studio 2 glänzt mit einer 32-kanaligen API 1608 Konsole und Studio 1 mit einem 64-kanaligen Exemplar der legendären SSL 4064 G+.

Cheftechniker Silvan Jongerius entschied sich bereits in der frühen Planungsphase für RedNet, da ihn die Möglichkeit, Audiointerfaces über ein normales, im gesamten Gebäude installiertes Ethernet-Netzwerk zu verbinden, überzeugte. „Darüber hinaus lag die Kooperation von ARI und Focusrite nahe, weil Phil Dudderidge, Vorstandsvorsitzender bei Focusrite, sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Schulung und Training im Audiobereich beschäftigt“, ergänzt Schiller.
„Das Abbey Road Institute setzt auf RedNet, um seinen Studenten Zugang zu hochwertigen Audioprodukten und größtmögliche Flexibilität bei der Arbeit an ihren Musikprojekten zu anzubieten“, führt Schiller weiter aus. „Außerdem ermöglicht RedNet mit seinen revolutionären Netzwerkfähigkeiten unseren Studenten wichtige, zukunftsweisende Erfahrungen mit der Arbeit an dezentralen Arbeitsplätzen.“
Studio 1 wurde als erstes fertiggestellt. Beim Planen der Pro Tools-Peripherie fand Schiller die Avid-Geräte reichlich überteuert und so begab er sich auf die Suche nach Alternativen. „Focusrites RedNet-Serie schien meinem Wunsch nach einer hochwertigen, effektiven Lösung für Multitrack-Aufnahme und -Wiedergabe zu entsprechen und hat sich absolut bewährt“, erzählt er. „Wir verwenden ein RedNet 2 (16 Ein-/16 Ausgänge) und zwei RedNet 1 (8 Ein-/8 Ausgänge) für 32 analoge Spuren an der SSL-Konsole“, berichtet Schiller. „Das Focusrite-System arbeitet einwandfrei, klingt fantastisch und wir haben nur 3 ms Latenz – es war definitiv die richtige Entscheidung. Im

Aufnahmeraum wurden noch zwei RedNet 4 installiert, so dass zusätzlich zu den Pultkanälen 16 fernbedienbare Mikrofon- oder Line-Eingänge zur Verfügung stehen.“
Studio 3, mit seiner Avid S6-Regie, enthält mit einem RedNet 4 (8 fernbedienbare Mikro-/Line-Eingänge), einem RedNet 1 (8-kanaliger AD/DA-Wandler) und einem RedNet 5 (32-kanalige Dante-Netzwerk-Bridge) die zweite substantielle RedNet-Installation, als Verbindung zum Avid-System.
Alle Studios verfügen jeweils über ein eigenes RedNet-Setup und werden, obwohl sie über das gemeinsame Hausnetzwerk verbunden sind, mit Hilfe von Switchern und VLANs als separate Systeme betrieben. Andererseits steht ein großer Aufnahmeraum zur Verfügung und es ist mit Hilfe alternativer Netzwerkkonfigurationen ohne weiteres möglich, eine Performance simultan in allen drei großen Regieräumen aufzuzeichnen. Schiller arbeitet darauf hin, das gesamte Netzwerksystem mit einem ultrastabilen, zentralen Haustakt zu synchronisieren, räumt jedoch ein, dass verschiedene Teile der Einrichtung gelegentlich mittels VLAN vom Haustakt abgekoppelt werden müssen, um lokal mit anderen Sampling-Frequenzen arbeiten zu können.
Natürlich kann auch eine ganze Lerngruppe über das Netzwerk auf gemeinsames Audiomaterial zugreifen. „Jedes Klassenzimmer wird mit 24 Apple-Rechnern bestückt“, erklärt Schiller, „und alle Workstations sind mit Dante Virtual Sound Cards ausgestattet, so dass – wenn im Aufnahmeraum zum Beispiel gerade ein Drummer spielt – alle Studenten dessen Performance separat aufzeichnen und bearbeiten können.“

RedNet hat sich auch schon für Surround-Anwendungen bewährt. „Das Avid S6-System in Studio 3 ermöglicht 5.1-Mischungen und -Monitoring; RedNet 1 liefert die dafür nötigen Ausgänge und ist das perfekte Gerät für diese Anwendung.“
Die RedNet-Systeme wurden ursprünglich im März 2016 installiert und im August auf die derzeitige Konfiguration gebracht – Schiller ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Alles funktioniert sehr, sehr gut und zuverlässig“, berichtet er, „und es klingt extrem gut – Focusrite eben. Die Wandler sind völlig transparent.“ Was die Zukunft vernetzter Audiosysteme angeht, setzt Schiller ganz klar auf die Flexibilität von Dante. „Ich denke, dass Dante sich in den nächsten Jahren als Audio-over-IP-Standard etablieren wird“, sagt er.

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