Katalyst bei Grandmaster – Aufnehmen mit Red

12/06/2017

Wir haben Grandmaster Recorders in Hollywood besucht, um die zehnköpfige Instrumental-Band Katalyst aufzunehmen. Verantwortlich für die Aufnahmen waren die bekannten Musiker und Produzenten Matt Pliskin und Mark de Clive Lowe

Das Grandmaster-Studio wurde vom legendären Akustik-Designer Don Davis entworfen und liegt mitten im Herzen von Hollywood. Seit 1971 haben dort hunderte von Künstlern aufgenommen. Das Herzstück stellt seit 1973 ein Neve 8028 Mischpult dar – übrigens das letzte Standard-Class-A-Pult, das Neve jemals gebaut hat.

43 Jahre nach Gründung des Studios formierte sich die Band Katalyst, die schon mit dem Inner City Youth Orchestra von Los Angeles in der berühmten Walt Disney Concert Hall aufgetreten ist. Bei Aufnahmen von Dion im Talib Kweli und bei Hi-Teks Reflection-Eternal-Konzert im Belasco-Theater haben sie als Backing-Band gespielt. In und um Los Angeles hört und sieht man sie oft bei Events und Konzerten.

Die Musik von Katalyst lässt sich am ehesten als zeitgemäße-instrumental einordnen. Jedes Bandmitglied spielt nicht nur sein Instrument, sondern komponiert auch Stücke. Aber Katalyst ist mehr als nur eine Band: es ist ein Kollektiv von Produzenten, Komponisten, und Session-Musikern, die neben Filmmusik auch Tracks für andere Musiker produzieren, arrangieren und bei Live-Shows anderer Künstler spielen.

Neben Schlagzeug, Bass und Gitarre gibt es bei Katalyst auch zwei Keyboarder, wobei einer der beiden Klaviere spielt. Dazu kommen Tenor- und Alt-Saxophone, Trompete, Posaune und ein Saxophonist, der bei den Aufnahmen mit seiner freien Hand noch zusätzlich eine Novation Bass Station spielte.

Toningenieur Matt Pliskin arbeitet bei Focusrite als Red- und RedNet-Produktspezialist und meint: „Für die Musik, die Katalyst spielt, war es völlig klar, dass wir alles in einem Rutsch aufnehmen und nicht mit Overdub-Recording arbeiten. Deswegen waren auch mehr als die 24 Eingänge erforderlich, die das Studio normalerweise bietet. Wir haben unseren Red 8Pre als Audio-Interface mitgebracht und zwei fahrbare Racks mit je zwei RedNet MP8R. Damit hatten wir insgesamt 40 Mikrofon-Eingänge, mit denen wir arbeiten konnten.“

„Was mich wirklich sehr an Red 8Pre gefällt, ist die Dante-Fähigkeit“, fährt Pliskin fort. „Damit können wir eine Verbindung zu anderen Dante-Geräten herstellen, was für uns praktisch ist, da wir einige Focusrite RedNets hier im Einsatz haben. Zudem benötigen wir dafür lediglich Standard-Ethernet-Kabel und ein einzelnes dieser Kabel reicht aus, um unsere Live-Räume in unser System einzubinden. Alle Ein- und Ausgangssignale laufen dann über dieses Kabel in die Regie. Es war für uns also kein Problem, neun Musiker im Wood-Room zu platzieren und das Klavier im Cement-Room separat zu haben“, berichtet Pliskin.

Über Red 8Pre liefen alle Audiosignale in ein Pro Tools|HD-System und wurden von dort auch wieder über das Focusrite Audio-Interface ausgegeben. Dank der Monitor-Mix-Möglichkeiten, die Red 8Pre bietet, konnten die Musiker sich mithilfe der Focusrite Control App für iOS ihre eigenen Kopfhörermischungen erstellen. Über mehrere RedNet AM2 wurden die Kopfhörer-Signale an die Musiker geschickt.

„Es ist eigentlich fast egal, was du an einen RedNet-Mikrofon-Vorverstärker anschließt, es klingt immer großartig. Das kommt natürlich bei einer Band wie in unserem Fall hier noch mehr zum Tragen. Es gibt eine solche Vielzahl von Signalen und so unglaublich viel Dynamik, dass die Preamps hier ihr gesamtes Potenzial zeigen“, kommentiert Pliskin voller Begeisterung.

„Ich würde sagen, dass Red 8Pre das beste Audio-Interface ist, das Focusrite jemals gebaut hat“, meint Pliskin und ergänzt: „Es ist wirklich kompromisslos. Ich finde die Frontplatte wunderschön und auf den exzellenten Displays habe ich alle Informationen, die ich brauche und bekomme zudem noch Zugriff auf die Steuerung der Mikrofon-Preamps. Aber auch die umfangreiche Software-Steuerung ist der Hammer. Und als wären die vielen Mikrofon- und Line-Ein- und Ausgänge nicht schon genug, bekomme ich auch noch ADAT-Eingänge, S/P-DIF-Eingänge und Dante-Kompatibilität dazu. Damit habe ich unglaubliche Erweiterungsmöglichkeiten und eine extreme Vielseitigkeit.“