Focusrite Academy Recording Drums

Willkommen bei den Video-Anleitungen der Focusrite-Academy zum Thema „Drum- Recording“. Darin zeigen wir dir, wie du ein komplettes Drum-Kit im Studio aufnehmen, bearbeiten und mischen kannst. Du erfährst alles über das benötigte Equipment (Mikrofone, Audio-Interface und Effekte ) sowie die Arbeitsabläufe, die du für professionelle Aufnahmen brauchst.

In dieser Serie mit den Session-Drummern Craig Blundell und Alessandro Lombardo lernst du etwas darüber, wie du Mikrofone an einem Drum-Kit aufstellen kannst, wir zeigen dir Variationen in der Positionierung, wie du mit einem Kompressor deine Drums bearbeiten kannst, wie Phasenkorrektur funktioniert, welche Effekte sinnvoll sind und wie du das Timing und den Groove einer Aufnahme in deiner DAW bearbeiten kannst.

Wenn du dich durch die einzelnen Folgen der Focusrite-Academy – Drum Recording durcharbeitest, bekommst du das nötige Fachwissen, um wirklich großartige Drum-Spuren zu produzieren.

Das sind deine Recording-Tutoren

Willkommen bei der Focusrite-Academy. Deine Tutoren sind die weltbekannten Session Drummer Craig Blundell und Alessandro Lombardo sowie der Produzent Tim Harbour. Craig spielt Mapex-Drums und Paiste-Becken, während Alessandro Tama-Drums und Zildjian-Becken verwendet.

Craig Blundell

Alessandro Lombardo

Tim Harbour

Mikros separat hören

Weiter unten klicken, um die Aufnahmen des Videos separat zu hören.

Drum-Recording-Setup

Die richtige Stimmung mit Craig Blundell

Wir fangen ganz von vorne an: Damit ein Drum-Kit richtig gut klingen kann, müssen die einzelnen Trommeln nicht nur richtig angeordnet, sondern auch optimal ausgerichtet und gestimmt sein.

Drum-Tuning mit Alessandro Lombardo

Allesandro Lombardo erzählt über das Drum-Tuning.

Mikrofon-Basiswissen

Tim Harbour erklärt die Unterschiede von verschiedenen Mikrofon-Anwendungen.

Mikrofon-Anordnung

Aufnehmen mit 1 Mikrofon

Wir zeigen dir, wie du mit einem AKG C414 Mikrofon professionelle Drum-Aufnahmen realisieren kannst.

Aufnehmen mit 2 Mikros – Teil 1

Hier erfährst du, wie du mit zwei Mikros - eines von AKG und eines von Shure in diesem Beispiel - professionell aufnehmen kannst.

Aufnehmen mit 2 Mikros – Teil 2

Alternativ nehmen wir die Drums in diesem Beispiel mit zwei Shure-Mikrofonen auf.

Aufnehmen mit 3 Mikros – Teil 1

Ebenfalls drei Mikrofone kamen bei dieser Aufnahme zum Einsatz, wobei zwei als Paar platziert waren und eines wiederum in der Kick.

Aufnehmen mit 3 Mikros – Teil 2

Hier erfolgten die Aufnahmen des Schlagzeugs mit einem XY-Paar und einem Mikro in der Kick.

Aufnehmen mit 4 Mikros

Wir verwenden vier Mikrofone von AKG und Shure und zeigen dir, wie man damit professionell Drums aufnimmt.

Acht Mikrofone im Einsatz

In diesem Video haben die Toms mit drei Sennheiser e904 abgenommen und ein SE Electronics RN17 für die HiHat eingesetzt.

Aufnehmen mit 12 Mikrofonen

Für die ultimativen Drum-Aufnahmen bringen wir vier weitere Mikrofone ins Spiel: ein Shure SM57 unter der Snare, ein SE Electronics RN17 für das Ride-Becken sowie ein Paar SE Z5600 A2 als Raum-Mikros.

Drum-Mikrofon-Vergleich mit Alessandro Lombardo

Du kennst dich noch nicht so gut mit Mikrofonen aus? Alessandro Lombardo zeigt dir, was sich hinter der Technik verbirgt und wie du damit arbeitest – am Beispiel von sechs Mikrofon-Modellen.

Technik und Problembehebung

Kanalzahl erweitern

In diesem Video erfährst du, wie du ein Focusrite Clarett 8PreX Audio-Interface mit einem Clarett OctoPre verbindest , um doppelt so viele Eingangskanäle nutzen zu können - insgesamt sind es dann 16.

Phasenprobleme

Wenn du Drums mit mehreren Mikrofonen aufnimmst, kann das schnell zu Phasenproblemen und Frequenzauslöschungen führen, was den Gesamtklang negativ beeinflusst.

Drum-Soundcheck

Nachdem wir die Mikrofone behandelt haben, geht es daran, für jede Trommel und jedes Becken einen Soundcheck zu machen. Wir starten mit der Bassdrum.

Dämpfung

Alessandro Lombardo zeigt dir, wie du Drums dämpfen kannst, um den Sound aufzunehmen, den du haben möchtest.

Körperhaltung

Die richtige Körperhaltung ist wichtig, wenn du im Studio Drums aufnimmst. Alessandro Lombardo erklärt, wie du dein Drum-Recording-Setup optimieren kannst und wie du den Druck von deinem Körper nimmst.

Grundlagen

Lerne einige der Basis-Patterns, die Alessandro Lombardo beim Aufnehmen der Drums im Studio gespielt hat.

Drums mischen

Panning

Das richtige Panning ist beim Drum-Mixing sehr wichtig. Deswegen widmet sich Tim Harbour in diesem Tutorial auch dem Thema Panorama-Verteilung.

EQ

Erfahre von Tim Harbour in diesem Tutorial, wie du Equalizer beim Mischen von Drums einsetzen kannst.

Routing und Effekte

Wie du deine Signale routest und mit Effekten arbeitest, erklärt dir Tim Harbour in diesem Tutorial.

Trigger

In diesem Tutorial zeigt dir Tim Harbour, wie du Trigger beim Mischen von Drums verwenden kannst.

Performances

Drum-Performance mit Craig Blundell

Hier siehst du Craig Blundells Performance beim Aufnehmen von Studio-Drums.

Drum-Performance mit Alessandro Lombardo

Hier siehst du Alessandro Lombardo Performance beim Aufnehmen von Studio-Drums.

Pro Tips

Donal Hodgson
Grammy-ausgezeichneter Toningenieur und Produzent (Primal Scream, Happy Mondays, etc) über wirklich gute Drum-Aufnahmen.

Der aus meiner Sicht wichtigste Tipp für gute Drum-Aufnahmen ist klar: Werde ein großartiger Schlagzeuger! Wirklich gute Drummer lassen auch ein schlechtes Kit noch toll klingen. Aber wenn du nicht das Glück hast, mit einem der besten Drummer auf der Welt zu arbeiten, solltest du auf jeden Fall hören, wie sich das Spiel des Drummers in dem Aufnahmeraum anhört. Und zwar bevor du irgendwelche Mikrofonstativpositionen veränderst. Kontrolliere, ob das Schlagzeug selber Nebengeräusche erzeugt, ob Schrauben nicht festgezogen sind und schnarren oder ob der Hocker knarzt, um nur einige Beispiel zu nennen (es sei denn, du möchtest genau diese Nebengeräusch-Live-Kulisse haben).

Besonderes Augenmerk schenke ich der Bassdrum, denn diese soll sich nicht bewegen, wenn ich sie spiele. Ebenfalls wichtig ist die richtige Stimmung des Kits. Vor allem die Toms können sonst schnell ein Problem werden. Zusammen mit dem Drummer kümmere ich mich auch um die richtige Dämpfung der Trommeln, damit keine unerwünschten Nebentöne erklingen. Da DAWs und Interfaces heute jede Menge Eingänge und Kanäle bieten, nehme ich immer mehr Mikrofonsignale auf, als ich später im Mix wirklich brauche. Neben Kick und Snare (von oben und von unten) nehme ich die HiHat von unten ab, die Toms von oben und unten (auf Phasenlage des unteren Mikros achten, die muss invertiert werden) und jedes Becken einzeln. Sollte es nicht genügend Mikros und Eingänge geben, tut es auch ein Stereo-Mikrofon-Paar über dem Schlagzeug und ein weiteres Stereo-Paar für den Raum. Zudem stelle ich immer ein Mono-Mikrofon hinter dem Schlagzeug auf, um bei Bedarf wirkliche große Drums als eine Art Effekt beimischen zu können, dann z.B. mit extremen Kompressionseinstellungen.

Ich probiere immer wieder verschiedene Mikros für das Schlagzeug aus, aber meine Favoriten Sure Beta 52a für die Kick und Beta 56a für die Snare kommen eigentlich immer zum Einsatz. Zudem nutze ich gerne den Focusrite Red 4Pre als Interface, zudem DPA-Mikros. Die 2011er und 4099er kommen bei mir gerne für Becken und Toms zum Einsatz, die ich dann generell mit meinem ISA Two aufnehme.

Neil Davidge
Co-Writer und Produzent von Massive Attack über die Drums für den Song ‘Angel' auf dem Mezzanine-Album.

Wir haben das Album in einem früheren BBC-Studio hier in Bristol geschrieben. Dort gab es verschiedene Räume und ein wahres Labyrinth im Keller. Ein Kellerraum hat sich als die perfekte Echo-Kammer für die von Andy Gangadeen gespielten, Live-Drums erwiesen.

Ich hab einen großen Lautsprecher (Tannoy ‘Little Gold’) in den Raum gestellt und dazu noch ein Paar Neumann U87, die über einen ISA 215 vorverstärkt wurden. Am Ende habe ich dann den Drum-Sound aus dem trockenen Raum, wo wir das Schlagzeug aufgenommen haben, mit dem Signal aus dem halligen Keller gemischt und daraus ist der Drum-Sound für ‘Angel’ entstanden.

Beim Album-Mix hat Mark ‘Spike’ Stent, der für die Mischung verantwortliche Toningenieur, den trocken Klang dann noch mal durch ein Filter geschickt, ich glaube einen Mutator, und das Signal dem Drum-Mix über den Song-Verlauf beigemischt. Das ergab dann den speziellen Klang gegen Ende des Songs. Es ist immer sehr befriedigend, mit den natürlichen akustischen Gegebenheiten zu arbeiten, vor allem dann, wenn ein Großteil der Musikproduktion immer mehr direkt im Computer stattfindet.

Joe Flory
Session-Drummer für Chilly Gonzales, CocknBullKid und andere über Mikrofon-Wunderlichkeiten

Das Lustige bei Drum-Aufnahmen kann sein, dass du zehn teure Mikrofone am ganzen Set platzierst und am Ende beim Durchhören deiner Tracks klingt das billige Stereomikro, das irgendwo am Ende des Raums stand. Am besten. Ich habe natürlich schon gute Erfahrungen mit Mehr-Mikrofon-Recording gemacht, aber man verliert sich schnell in den technischen Details.

Ich mag die etwas „schmutzigeren“ Aufnahmen sehr, denn wenn ich „saubere“ Drum möchte, nehme ich lieber die elektronische Version. Dazu nehme ich zwei Mikros, die ich an meinen Laptop über ein Focusrite Saffire Pro 24 (tragbar, hochwertig und zuverlässig) anschließe.

Ich platziere die Mikros an verschiedenen Stellen im Raum, bis ich den besten Klang gefunden habe. Ich spiele dann sehr einfache Drum-Parts, höre mir diese später auf den Aufnahmen an und sample die besten Stellen. Klingt komisch, bringt aber oft tolle Ergebnisse!