RedNet und Otello – Eine harmonische Verbindung!

26/11/2013

Otello RedNet 1

2013 jährt sich die Geburt des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi zum zweihundertsten Mal. Um dies zu zelebrieren, hat sich das „Fondazione Teatro La Fenice“ entschieden, die berühmte Oper „Otello“, im Innenhof des atemberaubenden „Palazzo Ducale“ aufzuführen. Der Palast liegt im Herzen Venedigs, in dem in den Jahren 1949-67 regelmäßig Aufführungen stattfanden. Das Event lässt diese Tradition wieder aufleben und ist außerdem ein leidenschaftlicher Tribut an die Stadt.
Die Darbietungen mussten nicht nur abgenommen sondern auch aufgezeichnet werden, was für den Toningenieur Antonio Martino von MASclassica eine Herausforderung auf mehreren Ebenen darstellte. Denn zum einen war hierfür eine große Zahl ferngesteuerter, sehr verlässlicher Mikrofon-Vorverstärker und Audiokanäle mit einer außergewöhnlichen Qualität erforderlich, zum anderen mussten sie unauffällig und in einer großen Entfernung von der Aufnahmeanlage installiert werden können. Zudem musste das Equipment innerhalb kurzer Zeit zu installieren und zu demontieren sein. Aber welches System würde all diese Anforderungen erfüllen können?

Otello RedNet 2

Für Martino und den befreundeten Ingenieur Claudio Speranzini stellte sich Focusrites Netzwerk-Audio-Interface-System RedNet als perfekte Antwort auf diese Frage dar. RedNet überzeugt mit Leistungsfähigkeit, Verlässlichkeit und echter Studioqualität auf Basis des Dante Audio-Ethernet-Netzwerk-Protokolls. Martino war so in der Lage, die Eingänge exakt in dem weitläufigen Innenhof zu platzieren, um den besten Sound des vierzigköpfigen Orchesters, des „Teatro La Fenice“ Chors, der„Venetian Little Singers“ und einer Vielzahl von Solisten, zu erhalten. Dirigiert wurde die Oper von Myung-Whun Chung.

Otello Plan Link

Martino benutzte vier RedNet 4 von denen jeder einzelne acht von Focusrites neuesten, supertransparenten und fernsteuerbaren Mikrofon-Preamps bereitstellt. Für die Bühnenmikrofone nutzte er sechzehn Kanäle und weitere sechzehn für den Chor, die Bühne und das Publikum. Zwei RedNet 4 standen dabei im vorderen Bereich der Bühne und zwei weitere im hinteren Teil.

Auf der Bühnenseite hatte Martino zudem einen RedNet 1 mit acht Line-Ein- und Ausgängen und Premium A/D- D/A-Wandlern platziert, um die Signale der Funkmikrofone und die Monitor-Signale zu verarbeiten.

Otello RedNet 3

Alle RedNet Einheiten waren über einen gemeinsamen Gigabit-Switch und Standard-Cat-6-Ethernet-Kabel mit einem MacBook Pro verbunden. Auf dem Laptop lief Steinbergs Nuendo, ein weiteres MacBook Pro nahm eine Sicherungskopie über das gleiche Netzwerk auf.

Um die Audiosignale an das Netbook zu übermitteln und gleichzeitig die RedNet-Einheiten im Dante-Netzwerk routen und fernsteuern zu können, verwendete Martino Dantes virtuelle Soundcard parallel zu RedNet-Control und der Dante-Controller-Software. „Die Konfiguration mit der Dante-Controller-Software ging sehr schnell und einfach. Die unkomplizierte Matrix erlaubte die unmittelbare Verwaltung der Ein- und Ausgänge“, sagte Martino.

Otello RedNet 4

„Für mich war der interessanteste Aspekt – nicht nur bei dieser Installation, sondern auch bei anderen Anwendungen, bei denen ich mit RedNet gearbeitet habe –, dass die Verbindung der Module untereinander mit nur einem einzigen Ethernet-Kabel möglich war“, erklärt Martino. „Wir konnten dabei ganz einfach mit sehr langen Kabeln von über 40 Metern arbeiten, ohne Tonnen von analogen Kabeln und Multicores verlegen zu müssen. „Außerdem war es uns durch die Fernsteuerung möglich, die Vorverstärker in der unmittelbaren Nähe der Instrumente zu platzieren, um den besten Sound aufzunehmen.“

Auf die RedNet-Soundqualität angesprochen, sagte Martino: „Die Qualität und Klarheit der Mikrofon-Preamps ist exzellent. Nicht nur bei diesem Projekt“, fährt er fort, „sondern auch bei der Aufnahme von Rossinis Oper „L ´italiana in Ageri“, die kürzlich im „Teatro Rossini“, während des Rossini Opern Festivals in Pesaro, aufgenommen wurde.

Die unkomplizierte Handhabung des Dante-Audio-Netzwerks machte es möglich, in einer unglaublich kurzen Zeit, ein extrem flexibles und leicht zu konfigurierendes System einzurichten. Außerdem konnte dank weltbekannter Focusrite Digital-Wandlung und der legendären Transparenz der Vorverstärker eine Soundqualität auf Studioniveau erreicht werden.

Die Aufführung wurde von elf Kameras aufgezeichnet und im Oktober, an Giuseppe Verdis Geburtstag, auf Sky Classica Italien ausgestrahlt. Zur CD-Veröffentlichung wird die Aufzeichnung ebenfalls gezeigt.