Uwe Lulis und sein Liquid Saffire 56

09/11/2011

Uwe Lulis ist nicht nur seit nahezu drei Jahrzehnten als Musiker erfolgreich, sondern seit langem auch selbst als Produzent aktiv. Sein aktuelles musikalisches Zuhause ist – nach vielen Jahren als Gitarrist von „Grave Digger“ und „Rebellion“ – die Band „GiftDwarf“, im Studio arbeitet er gerne mit Technik aus dem Hause Focusrite.

 

In der Musikszene darf man Uwe Lulis getrost als „alten Hasen“ bezeichnen: 16 Jahre lang spielte er die Gitarre bei der Metal-Band „Grave Digger“, mit der er in den 90ern erfolgreiche Alben aufnahm. „Dadurch bin ich auch mehr und mehr zur Studioarbeit gekommen“, erzählt er im Interview. „Wir hatten das Glück, von vornherein mit Studioprofis in großen Studios arbeiten zu können, was meinen Wissenshunger erst mal stillen konnte.

Nach der Trennung von Grave Digger im Jahr 2000 hab ich mein eigenes Studio gegründet und mich in den Jahren danach ebenfalls erfolgreich durch eine Menge Produktionen geboxt.“

 

Das musikalische Schaffen von Uwe Lulis konzentriert sich aktuell auf zwei Dinge: seine derzeitige Band „GiftDwarf“ und seine Arbeit in Studios als „Produzent/Engineer/Kreativkopf“. Und selbstverständlich hat er – nach so langer Zeit in der Branche – auch eine genaue Vorstellung davon, was einen guten Song und eine gute Produktion ausmacht: „Ein guter Song sollte für mich aus reiner Attitude und Gänsehaut bestehen... Er darf soundmäßig auch ruhig „nicht perfekt“ sein. Ein Beispiel ist die Version von „Hurt“ von Johnny Cash...die haut mich jedes Mal beim Hören um. Generell ist eine gute Produktion eine Produktion, die man sich immer wieder gerne anhört, sowohl vom Sound als auch von den Songs her. Leider sind sich, gerade im Metal-Bereich, die Produktionen mittlerweile einfach zu gleich und eintönig geworden. Ein paar Produzenten legen den „Soundstil“ vor und alle anderen müssen hinterher... vom Lautheitswahn mal ganz abgesehen. Ich versuche da, wo es nur geht, auszubrechen und gebe meinen Recordings und Mixen immer eine bestimmte Farbe und streite mich auch schon mal gerne im Studio.“

 

„Ein guter Song sollte aus reiner Attitude und Gänsehaut bestehen.“

 

Technisch setzt Uwe Lulis bei der Arbeit immer wieder gerne auf Technik aus dem Hause Focusrite: „Ich habe bei Produktionen in den Staaten oft Geräte aus der Red-Serie benutzt, den Red1 mag ich besonders. Die Studios dort sind immer gut bestückt, so dass man immer HiClass arbeiten kann. Sehr oft benutze ich das D2 EQ-Plug-in, das ist eins meiner Faves im Bereich Software-EQs. Auf dem HD-System benutze ich Liquid Mix HD. Klingt sehr gut und ist aufgrund seiner geringen Latenz sogar im Aufnahmekanal zu gebrauchen. Seit ein paar Wochen hab ich einen Saffire 56, den ich in ein Case geschraubt habe und dauernd mit mir mit schleppe. Vor allem die Liquid Pre-Channels begeistern mich, ich habe reelle A/B Vergleiche mit meinem Outboardgear gemacht und finde die Liquid-Emulationen sogar besser. Der gleiche Soundcharakter, aber griffiger / knackiger.“
Der Tipp des Profis für alle, die ihre Musik nach vorn bringen wollen: „...extrem hart Gitarre spielen (lacht). 

 

Ich sag immer, dass der Glaube an die Musik und an einen selbst das ist, was einen selbst und die eigene Musik nach vorne bringt. Klingt jetzt vielleicht ein wenig aufgesetzt, ist aber so. Ganz schlecht ist kopieren und hoffen, damit Erfolg zu haben – sowohl im Musik- als auch im Studiobereich. Gut, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber man kann es anders anmalen.“