Kaiser Chiefs setzen auf Liquid Mix

16/10/2009
Seit ihren ersten Demos vor vier Jahren hat sich bei den „Kaiser Chiefs“ eine Menge getan. Bei ihrem musikalischen Equipment allerdings setzt die Band, wie Nick Baines aka Peanut berichtet, nach wie vor auf Focusrite.

„Alles ging los mit ein paar Demos, die wir Anfang 2003 in Proberäumen und Schlafzimmern selber aufnahmen“, erinnert sich Peanut, Keyboarder und gleichzeitig Studiomaestro der „Kaiser Chiefs“. Er blickt zurück auf die Entwicklung einer Band, die nur als kometenhaft bezeichnet werden kann, und der nach der Veröffentlichung einer ganzen Reihe großartiger Singles und ihres Albums „Employment“ inzwischen die Welt zu Füßen liegt.

„Ich hatte schon ein wenig Ahnung vom Recorden durch meine Arbeit in einem Studio, und Nick [Hodgson] und ich, wir machten die Aufnahmen und den Mix dann zu Hause über Logic. „Oh My God“, „Saturday Night” und „Modern Way” waren einige unserer ersten Aufnahmen. Diese „Sessions“ waren eine echtes Chaos, mit Kabeln überall, geliehenen Mikrofonen und einer improvisierten Gesangskabine, zusammengebastelt aus einer Matratze, die wir in Ricky Wilsons Haus gegen die Wand lehnten. Eines der wenigen Dinge, von denen wir wussten, dass wir sie unbedingt brauchten, und die wir uns auch leisten konnten, war der original Focusrite Trackmaster. Er hat uns unglaublich geholfen. Ich wünschte, wir hätten Unmengen davon gehabt, als wir uns um die Drums gekümmert haben.“

„Ein Label namens „Drowned in Sound“ zeigte dann Interesse an unseren Demos . Sie sagten, sie würden gern eine Single rausbringen. Wir gingen davon aus, dass wir sie re-recorden müssten, aber das Label mochte unserer Version, und so wurde das eigentliche Demo von „Oh my God“ gemastert und dann veröffentlicht. Wir wurden zur „Single der Woche“ bei NME Anfang 2004, und nachdem sich bei einer Reihe von Support-Tours eine Fan-Base gebildet hatte und wir Ende des Jahres „Employment“ aufgenommen hatten, waren wir Opener der „2005.NME-Tour“. Den Rest kennt ihr.“

Allerdings: „Oh My God“ landete in den Top 10, ebenso wie die Hymnen des Jahres, „Everyday I Love you Less And Less“ und „I Predict a Riot“, während das Album „Employment” es in England auf Platz Zwei schaffte und weltweit zum Hit wurde.

Für die Band hat sich das Blatt also komplett gewendet, wobei sie weiter auf Focusrite-Geräte setzen. Allerdings hat sie jetzt etwas mehr Geld für deren Anschaffung. „Aktuell hab ich einen Compounder und Liquid Mix“, sagt Peanut. „Der Compounder ist Bestandteil meines Live-Setups, weil ich es mag, Kompression auf meinem Signal zu haben, bevor es raus in die Monitore oder zum FOH-Platz geht. Tatsächlich macht es den Klang einiger Sachen, die ich nutze, erst aus, vor allem am Klavier und am Roland SH-101.“

„Nachdem wir jetzt mit den Aufnahmen für das zweite Album durch sind, werde ich einige der Sounds auf dem neuen „Nord Electro“ verwenden, der eine großartige Alternative dazu ist, ein Wurlitzer/Rhodes mit auf Tour zu nehmen. Den Compounder werde ich darauf nutzen. Ich fand das Bass-Expander-Feature extrem nützlich, um einen ordentlichen Bass-Bereich zu bekommen, obwohl es definitiv mit einer Warnung für deine Lautsprecher kommen sollte!“

„Dann habe ich noch Liquid Mix, was einfach phantastisch ist. Letztlich eine kleine Box, die das gesamte DSP erledigt, großartige Modelle mitbringt und auch einiges an Reglern. Ich benutze es für Instrumente in Logic, da Plug-ins, wie wir alle wissen, öfters ziemlich klar erkennbar klingen – und damit schaffst du dieses Problem aus der Welt. Außerdem gefällt mir, wie du damit deine eigenen EQs bilden kannst, indem du aus den tiefen, mittleren und hohen Frequenzen der drei verschiedenen EQ-Einheiten deinen eigenen klassischen Prozessor schaffst. Sehr schön. Und Bus-powered ist es, auch wenn das nur ein kleiner Punkt ist. Aber gut für Leute, die reisen wie ich: ein Adapter weniger, den du durch die Weltgeschichte schleppen musst!“

Und wie es aussieht, wird Peanut wohl noch sehr viel reisen müssen: Denn die Chiefs bringen schon bald ihr zweites Album heraus und werden das ganze Jahr über auf Tour sein.